Das Projekt Smart Grid Solar
Beschreibung

Speichertestzentrum Arzberg (Bericht der Frankenschau, BR)

Deutschland hat das Ziel bis 2050 auf nahezu 100 % Erneuerbare Energien umzustellen. Da der größte Teil der Erneuerbare-Energie-Anlagen in Bayern an die Verteilnetze angeschlossen ist, konzentriert sich das Forschungsprojekt Smart Grid Solar bis Ende 2017 in zwei Phasen auf die Herausforderungen, die dieser Aspekt der Energiewende mit sich bringt. In den niedrigeren Spannungsebenen der Verteilnetze, deren Kabel meist unterirdisch verlegt sind, ergeben sich durch den zu erwartenden Zubau Erneuerbarer besondere Herausforderungen zum Beispiel hinsichtlich der Einhaltung der Spannungsqualität.

Deshalb werden in Hof und Arzberg die Potenziale intelligenter Komponenten für zukünftige Fragestellungen im Netz untersucht. Im Projekt werden Methoden und Technologien entwickelt, mit denen der erneuerbare Stromanteil am bayerischen Erzeugungsmix erhöht und nachhaltig in eine Vollversorgung überführt werden kann. Das interdisziplinär aufgestellte Förderprojekt sucht nach Ansätzen zur Planung und zum Betrieb moderner Smart Grids, in denen Erzeugung und Verbrauch von Strom intelligent gesteuert werden. Schließlich können diese einer gesamt-wirtschaftlichen Betrachtung unterzogen werden, um Empfehlungen über Förderanreize und Betriebsweisen für Wirtschaft und Politik auszuarbeiten.

Um den Zustand des Stromnetzes charakterisieren zu können, werden als Grundlage elektrische Kennwerte zur Beschreibung der Stromqualität erfasst und verarbeitet. Weitere wichtige Hilfsmittel sind die Simulation sowie die mathematische Optimierung, um die komplexen Prozesse abbilden, bewerten und ggf. deren Ab-lauf verbessern zu können. Insbesondere die Integration von Batterie- und Wasserstoffspeichern, PV-Anlagen sowie regelbaren Verbrauchern aus der Industrie werden innerhalb des Projektes untersucht.

Dabei werden bereits verfügbare Technologien sowie solche, die kurz vor dem Markteintritt stehen, in realen Stromnetzen eingesetzt. Ausgewählt wurden zwei Netzgebiete mit hoher PV-Durchdringung in Hof und Arzberg. Während der Hofer Ortsteil Epplas ein typisches, ländlich geprägtes Verteilnetz vorweist liegt hier in Schlottenhof eine vorstadtähnliche Netzstruktur vor. Beide Standorte haben das Potenzial, sich zu großen Teilen selbst mit Strom versorgen zu können.

"Investition in Ihre Zukunft"



Das Forschungsvorhaben „Smart Grid Solar“
wird von der
Europäischen Union aus dem Fonds für regionale Entwicklung
und vom Freistaat Bayern kofinanziert.




Das ZAE Bayern e. V.
Institutionsprofil und Kooperationen

Das ZAE Bayern arbeitet an der Schnittstelle zwischen erkenntnisbasierter Grundlagenforschung und angewandter Industrieforschung. Jährlich führt das Institut eine große Zahl von Projekten mit der Industrie, vom KMU bis zum Großkonzern, sowie mit universitären und außeruniversitären Forschungspartnern durch. Die Hauptforschungsschwerpunkte des ZAE Bayern sind den Bereichen verstärkter Einsatz von Erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz zugeordnet. Die Forschungsthemen des Instituts sind in folgende Kernthemen gegliedert:
  • Photovoltaik
  • Energiespeicher
  • Energieoptimierte Gebäude
  • Energieeffiziente Prozesse und Querschnittsthemen:
    • Nanomaterialien
    • Thermophysik und -sensorik
    • Systemtechnische Modellierung
Dabei bilden Materialkompetenz, Theorieverständnis, Bauteil- und Komponentenentwicklung und schließlich die Optimierung dieser Komponenten in Energiesystemen eine lückenlose erkenntnisbasierte Wertschöpfungskette. Die Vernetzung der einzelnen thematischen Schwerpunkte als auch die Vernetzung innerhalb der Wertschöpfungskette ermöglichen dem ZAE Bayern wertvolle Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien zu liefern. Die Projekte am Institut werden standortübergreifend bearbeitet und sind nur durch eine enge Vernetzung der einzelnen Arbeitsgruppen mit ihren Kompetenzen möglich. Aus- und Weiterbildung bilden eine weitere Säule der ZAE-Tätigkeit. Rund 50 Studenten fertigten im Jahre 2010 ihre Diplom- bzw. Bachelorarbeiten in ZAE-Laboratorien an.

Das ZAE Bayern fördert die praktische Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zu diesem Zweck strebt es Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und der Industrie an. Industrieverbundprojekte, die gemeinsam von den ZAE-Abteilungen mit industriellen Partnern durchgeführt werden, profitieren von der engen Vernetzung und den hieraus resultierenden Synergieeffekten. Eine erfolgreiche Einwerbung von Drittmittel über mehrere Jahre ermöglicht dem ZAE Bayern die Erschließung neuer aktueller Gebiete der Energieforschung, ein Wachstum im Personalbereich sowie Investitionen. Der Verein kooperiert in besonderer Weise mit den Universitäten in München (TUM), Würzburg und Erlangen, aus welchen Hochschullehrer Funktionen in der Leitung des Institutes wahrnehmen. Das ZAE Bayern ist Mitglied im „Forschungs Verbund Erneuerbare Energien“ (FVEE), einer strategischen Partnerschaft außeruniversitärer Forschungsinstitute auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Prof. V. Dyakonov ist 2009 zum stellvertretenden Sprecher des FVEE gewählt worden.



Testfeld Arzberg-Schlottenhof
Versuchsanlage

Der Stadtteil Schlottenhof besitzt bereits jetzt eine hohe Anzahl von PV-Dachanlagen. Bei weiterem zukünftigem Ausbau regenerativer Erzeuger müssen Netzkapazitäten erweitert werden, um Einspeisespitzen abdecken zu können. Zum Ausgleich der fluktuierenden Erzeugung und zum Glätten der Netzspitzen bedarf es eines intelligenten Zusammenspiels von kurzfristigen Speichern zur Netzstabilisierung, langfristigen Speichern zur saisonalen Verschiebung von elektrischer Energie und zuverlässigen Systemen zur Wetterprognose sowie des zu erwartenden Verbrauchs.Das Testfeld in Schlottenhof beherbergt eine Reihe von Komponenten, anhand derer kontrolliert erneuerbare Energien im Stromnetzgebiet bereitstellt werden können. In der Leitwarte werden Messwerte aller Systeme zusammengefasst, ausgewertet und in Steuersignale umgerechnet. Basis für die Steuerung bildet die in den PV-Systemen erzeugte Energie. Größere PV-Anlagen können bei unkontrollierter Einspeisung der erzeugten Energie das Stromnetz überlasten. Daher stehen zur Zwischenspeicherung der erzeugten Energie zwei Speichersysteme zur Verfügung. Kurzfristige Pufferung von Energie ist mit dem RedOx-Flow-Akkumulator möglich. Eine längerfristige saisonale Speicherung wird mit Wasserstoff als Trägerstoff in der Wasserstoff-Baugruppe  ermöglicht. Durch die messtechnische Anbindung des Testfeldes an das Verteilnetz Schlottenhof, ist eine bedarfsgerechte netzdienliche Einspeisung der erzeugten Energie möglich. Die dafür nötige Intelligenz für die Regelung der genannten Komponenten wird im Projekt Smart Grid Solar erforscht und im Testfeld erprobt.

Leitwarte

In der Leitwarte fließen alle wichtigen Informationen über die technischen Anlagen zusammen und werden an einen Server zur Datenspeicherung weitergeleitet. Darauf aufbauend können alle Komponenten auf dem Testfeld angesteuert und geregelt werden. Hierfür wird auch ein Wetterprognosesystem eingesetzt, welches die lokale Einstrahlung mit dem Wolkenzug abgleicht. Die damit erhobenen zeitlich hoch aufgelösten Prognosewerte sind wesentliche Eingangsgrößen für die Regelung der Testfeldkomponenten.

PV-Anlagen

Hier auf dem Testfeld werden moderne Solarmodule unterschiedliche Technologien hinsichtlich ihrer Lebensdauer und die Einspeisung in das Stromnetz untersucht. Folgende Solarmodultechnologien sind dabei auf dem Testfeld installiert: mono- und polykristallines Silizium, Cadmium Tellurid Dünnschicht Solarmodule, mikromorphes Silizium, Heterojunction with Intrisnsic Thin layer (HIT) Solarmodule, Kupfer-Indium-Diselinid (CIS) Dünnschichtmodule und polykristalline Solarmodule mit Pyramid-frontglas. Durch zwei unterschiedlich ausgerichtete Aufständerungen kann zudem der Einfluss auf die zeitliche Verschiebung der Einspeiseleistung berücksichtigt werden.

Solartracker

Nachgeführte Solarsystem richten die darauf installierten Solarmodule nach der Sonne aus und nutzen dadurch einen größeren Anteil der Direkteinstrahlung. Die beiden Anlagen auf dem Testfeld führen die Module vollautomatisch der astronomischen Sonnenbahn am Standort nach. Dazu können die beiden Tracker um 270° gedreht und im Bereich von 12° bis 78° geneigt werden, wodurch pro Jahr etwa 30 % mehr Energie er-zeugt wird als bei nach Süden ausgerichteten Photovoltaikanlagen. Ein weiterer Vorteil von Trackern ist zudem die konstantere Energiebereitstellung über den Tag, was zu einer höheren Deckung des Energiebedarfs in den Morgen- und Abendstunden führt.

Elektrolyseur mit LOHC-Speicher und Brennstoffzelle

Das Prinzip der Elektrolyse nutzt elektrische Energie, um Wasser in seine elementaren Bestandteile zu spalten. Der dadurch gewonnene Wasserstoff (H2) kann aufgrund seines hohen Brennwertes große Mengen an Energie bei entsprechender Lagerung sogar verlustlos speichern. Neben der energieintensiven Speicherung als komprimiertes H2-Gas kann Wasserstoff auch in flüssigen, organischen Trägermedien (LOHC) chemisch gebunden werden. Hier am Testfeld kommt dafür Marlotherm zum Einsatz. Wird später die darin gespeicherte Energie benötigt, kann der Wasserstoff durch Wärmezufuhr wieder aus dem LOHC gelöst wer-den und einer Brennstoffzelle zugeführt werden. Die Brennstoffzelle erzeugt durch die Umwandlung des Wasserstoffs mit Luft elektrischen Strom, der wieder ins Netz zurück gespeist werden kann. Dabei entsteht erneut reines Wasser.

Redox-Flow-Akkumulatoren

Redox-Flow-Akkumulatoren speichern Energie in Form chemischer Verbin-dungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen. Die Anlage auf dem Testfeld nutzt dazu in schwefelsaurem Elektrolyt gelöste Vanadiumsalze. Es gibt zwei getrennte Kreisläufe, in denen je eine Hälfte der Lösung zirkuliert. Die Größe der jeweils an einem Kreislauf angeschlossenen Tanks bestimmt die Speicher-kapazität des Redox-Flow-Systems. Chemisches Herzstück der Anlage ist der durch eine Membran in zwei Hälften getrennte Reaktionsteil, die stacks. In den beiden Halbzellen laufen in Abhängigkeit davon, ob gerade elektrisch be- oder entladen wird, jeweils ein Oxidation und Reduktion ab. Die Größe der Stacks bestimmt die Leistung des Speichers. Die beiden Vorgänge sind reversibel und können beliebig wiederholt werden, weshalb Redox-Flow-Systeme eine hohe Lebensdauer besitzen. Die drei Gildemeister-Systeme auf dem Testfeld können dabei eine Energiemenge von 390 kWh speichern und eine Leistung von 90 kW aufnehmen bzw. abgeben.



Projektpartner

AREVA
AREVA in Deutschland steht für Kerntechnik und Erneuerbare Energien. Das Unternehmen ist weltweit am Neubau von Kernkraftwerken ebenso beteiligt wie an der Wartung, Instandhaltung, Modernisierung und dem Rückbau bestehender Anlagen. Bei den Erneuerbaren Energien setzt AREVA in Deutschland vor allem auf die Offshore-Windkraft. AREVA treibt die Entwicklung von Technologien zur Stromspeicherung voran. Die sogenannte „GreenergyBox“ beinhaltet die erforderlichen Komponenten, um Strom durch Elektrolyse in Wasserstoff zu verwandeln, diesen zu speichern und anschließend mit einer Brennstoffzelle daraus wieder Strom zu produzieren.
Bayernwerk
Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem rund 180.000 Kilometer langem Stromnetz und dem über 5.500 Kilometer langem Gasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zu den Kernaufgaben zählen neben der sicheren Versorgung der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur, die dezentrale Erzeugung und das Angebot unterschiedlicher Energiedienstleistungen. Bis heute hat das Bayernwerk mehr als 230.000 regenerative dezentrale Erzeugungsanlagen in sein Mittel- und Niederspannungsnetz integriert.
Fraunhofer IIS
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ist Forschungsstätte und Partner der Wirtschaft in den Bereichen mikroelektronische Systeme und Software.Die Geschäftsfelder sind neben Weiteren eingebettete Kommunikationssysteme, IC Design, Logistik, Lokalisierung und Navigation, Optische Prüfsysteme, Röntgentechnik und Sensorik.
Friedrich-Alexander-Universität (FAU)
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist mit fast 38.000 Studenten die zweitgrößte unter den Universitäten Bayerns und wurde 1742/43 gegründet. Mit der Friedrich-Alexan-der-Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt sich eine gewichtige Größe in Forschung und Lehre am Forschungsvorhaben Smart Grid Solar.
Gildemeister energy solutions
Die GILDEMEISTER energy solutions vereint die Unternehmen a+f GmbH, Cellstrom GmbH und GILDEMEISTER energy efficiency, die allesamt zur im MDAX gelisteten DMG MORI SEIKI Aktiengesellschaft gehören. GILDEMEISTER energy solutions bietet Komplettlösungen für das Energiemanagement von industriellen Kunden und Kommunen an. Dies umfasst Effizienzanalysen zum Einsparen von Energie sowie Systeme zum Erzeugen, Speichern und Anwenden erneuerbarer Energie.
HEW Hof Energie+Wasser GmbH
Die HEW Hof versorgt die Stadt Hof und angrenzende Gemeinden mit Strom, Erdgas, Trinkwasser und Fernwärme. In der ständig besetzten Netzleitstelle werden alle Netze mit modernster Technik überwacht. Mit Fachwissen und der entsprechenden Ausstattung sorgt die HEW Hof für höchste Trinkwasserqualität in der Region. Im Strombereich und in Sachen sauberer Umwelt liegt uns die Förderung regenerativer Energieprojekte in Hof und Umgebung besonders am Herzen.
Fraunhofer IISB
„Nanotechnologie für die Elektronik“ – „Elektronik für nachhaltige Energienutzung“. Mit diesen zwei Leitsätzen lassen sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Fraunhofer IISB zusammenfassen. Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB betreibt angewandte Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Leistungselektronik und Mechatronik sowie Mikro- und Nanoelektronik. Mit seinen Arbeiten zu leistungselektronischen Systemen für Energieeffizienz, Hybrid- und Elektroautomobil, zu Technologie-, Geräte- und Materialentwicklungen für die Nanoelektronik sowie seinen Aktivitäten auf dem Gebiet der Simulation genießt das Institut internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Hochschule Hof
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof wurde 1994 gegründet und umfasst ein breites Studienangebot in den Bereichen Wirtschaft, Informatik, Technik und Textil. Praxisorientierung, Internationalität und Ressourceneffizienz bilden die 3 Grundsäulen und begleiten sowohl die Ausbildung als auch die Forschungsaktivitäten der Hochschule Hof. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie regelbare Verbraucher bringt das Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof bzw. die Fakultät Ingenieurswissenschaften wertvolle Kompetenzen in das Projekt ein.
IBC SOLAR AG
IBC SOLAR ist ein weltweit führendes Photovoltaik-Systemhaus, das Komplettlösungen zur Stromgewinnung aus Sonnenlicht bie-tet. Das 1982 in Bad Staffelstein von Dipl.-Phys. Udo Möhrstedt gegründete Unternehmen deckt das komplette Spektrum von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe von Solarkraftwerken ab. Udo Möhrstedt gilt als einer der Pioniere der Solarbranche und leitet als Vorstandsvorsitzender die international expandie-rende Unternehmensgruppe.
Rehau Energy Solutions GmbH
REHAU ENERGY SOLUTIONS GmbH ist ein Generalunternehmer für die Errichtung von Biogas-Kraftwerken, Industrie-BHKW und Nahwärmenetzen.Bei Biogas-Kraftwerken konzentriert ENERGY SOLUTIONS sich auf die energetischen Verwertung von kommunalen, gewerblichen und industriellen organischen Abfällen. Das Leistungsspektrum umfasst die die Erstellung von Energieein-sparkonzepten sowie die Planung, die Ausführung einschließlich Projekt- und Bauleitung sowie die Inbetriebsetzung und nachfol-gende schlüsselfertige Übergabe an den Auftraggeber.
SMA
Die SMA Solar Technology AG ist Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern und bietet als Energiemanagement-Konzern innovative Systemtechnik für künftige Energieversorgungsstrukturen an. SMA ist in 21 Ländern in allen wichtigen PV-Märkten präsent.
Rauschert
Die Rauschert Unternehmensgruppe ist ein konzernunabhängiges, eigentümergeführtes Unternehmen und besteht seit 1898. Neben der Herstellung und Entwicklung von Bauteilen aus tech-nischer Keramik und Kunststoff sowie der keramischen Beschichtung von Metallteilen für die Industrie, hat Rauschert in den vergangenen Jahren Systemlösungen im Bereich der Energietechnik gemeinsam mit Forschungs- und Entwicklungsinstituten entwickelt. Hierzu gehören u.a. optimierte Photovoltaikanlagen sowie Mess- und Regeltechnik-Systeme.



Smart Grid Solar - Modellregion Oberfranken
Bewerbung

  Die Stadt Arzberg wurde nach Teilnahme an einer Ausschreibung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie für das Projekt "Modellversuch Solarfabrik der Zukunft - Smart Grid Solar" als ein Standort für Versuchsanordnungen im Bereich "Smart Grid" ausgewählt.

Ziel ist es mit Hilfe eines "Smart Grids" (intelligentes Netz) die Möglichkeiten der Grundlastfähigkeiten von Photovoltaik und Windkraft zu erforschen.

Projektbeschreibung:

"Das ganzheitliche Konzept der "Solarfabrik der Zukunft/Smart Grid City" soll alle relevanten Komponenten der Stromerzeugung, des -transports, der Energiespeicherung und des -verbrauchs, der dezentralen Einspeisung und der intelligenten Messtechnik umfassen. Dadurch können Forschungsergebnisse insbesondere in den Bereichen Energieerzeugung, Speicherung, IuK (intelligente Netze) und Elektromobilität direkt am Demonstratorprojekt vor Ort gezeigt werden.

Der Modellversuch "Solarfabrik der Zukunft/Smart Grid Solar" soll den Transfer von Wissen im Innovationsprozess zwischen Forschung und Anwendung in Unternehmen unterstützen. Der Industrie soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Produkte basierend auf dem Knowhow der Forschungspartner zu verbessern und zu demonstrieren.

Es ist geplant, das Vorhaben ‚Smart Grid Solar Oberfranken’ an zwei Standorten in Oberfranken durchzuführen: die Stadt Hof sollte Standort einer Forschergruppe  für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren werden, Arzberg im Landkreis Wunsiedel soll in das Gesamtkonzept eingebunden werden.

In Hof mit seiner urbanen Struktur könnten die Speicherung des regenerativ erzeugten Stroms und die Stabilisierung des Stromnetzes untersucht und getestet werden. Gleichzeitig würde in Arzberg die Integration des Photovoltaik-Stroms in das Netz demonstriert. Koordiniert wird das Vorhaben vom bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) in Erlangen unter Einbezug der Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen (IIS) sowie für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB).

Das Vorhaben ergänzt und verstärkt die Innovationskraft und internationale Bedeutung des Energie Campus Nürnberg."

Text Quelle: Portal des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie




Erneuerbare Energien in und rund um Arzberg
Zahlen und Fakten

Im Jahr 2010 wurden im Gemeindegebiet der Stadt Arzberg nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) vergütete 15.047.451 kWh* in das Netz eingespeist. Diese Menge deckt schon heute mehr als den Verbrauch aller Arzberger Haushalte.
Auch aus diesem Grund bietet sich Arzberg in vielen Punkten ideal für den Aufbau von Versuchsanordnungen aus dem Projekt "Smart Grid Solar" zum Beispiel im Bereich der Speicher an.

*Der Eigenverbrauch ist in dieser Menge nicht enthalten.


   
Photovoltaikanlagen

Stand 2010 waren im Gemeindegebiet der Stadt Arzberg bereits 155 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 8.763 kWp installiert.

Entwicklung der in Betrieb genommenen Solar-Anlagen pro Jahr:

Jahr
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
Anlagen
21
32
43
50
58
88
155

6.992.243 kWh
  Windkraftanlagen

Am Schacht werden 2 Windräder mit eine Höchstleistung von 1.200 kW betrieben.
1.123.322 kWh
  Biomasseanlagen und Deponiegasanlagen

Am Blätterrangen wird eine Anlage zur Verstromung von Biomasse mit einer Höchstleistung von 716 kW betrieben.
5.415.197 kWh
272.269 kWh
  Wasserkraftwerke

Acht Wasserkraftwerke mit einer Höchstleistung von insgesamt 359 kW erzeugen entlang der Röslau und deren Zuläufen, sowie am Feisnitzspeicher umweltschonend Strom.
1.244.420 kWh

Quelle Zahlen: e-on Bayern




weitere Quellen rund um das Thema "Smart Grids"
Links

  • Link zum Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

  • Link zum Institut für Elektronische Systeme




Pressemeldungen zum Thema Smart Grid Solar

Presseartikel:
Pressemitteilungen:
  • PRESSEINFORMATION, Arzberg/Hof 09.02.2012

    Projekt Smart Grid City

    Koordinierungsgespräche verdeutlichen hohes Potenzial für moderne Stromnetze und legen Konzept und Zeitplan fest

    Arzberg/Hof, 09.02.2012 – Ein jeweils erstes Koordinierungsgespräch in Arzberg und Hof hat Zeitplan und Konzept für das Projekt Smart Grid City festgelegt. Nachdem beide Städte im Dezember letzten Jahres den Zuschlag für das Zukunftsprojekt der Bayerischen Staatregierung bekommen hatten, besuchte eine Delegation aus Vertretern des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und des Projektkoordinators ZAE Bayern (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung) die beiden Projektstädte. In Arzberg empfing 1. Bürgermeister Stefan Göcking auch Vertreter des Netzbetreibers E.ON Bayern. Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner begrüßte zudem zahlreiche Firmenvertreter aus der Region. Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil ist das Projekt sehr wichtig: „Wir stärken mit diesem Vorhaben die Forschung im Bereich von Speicherkapazitäten und Einspeisung regenerativer Energien. Mit diesen zukunftsweisenden Technologien, die den Strom aus erneuerbaren Energieträgern grundlastfähig machen, sind enorme Entwicklungschancen verbunden.“

    In einer ersten Sondierungsrunde wurde durch Prof. Christoph Brabec vom ZAE Bayern die Projektkonzeption vorgetragen und mit den Beteiligten diskutiert. In seinem Eröffnungsvortrag konkretisierte er, dass innerhalb der Stadt Arzberg, einer Stadt mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien, speziell die Belastung von Netzen überprüft und geregelt werden soll. Dies soll unter Einbeziehung des Energieversorgers E.ON geschehen. Zudem soll durch den Neubau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage unter verschiedenen Immisionsbedingungen die Speicherung der erzeugten elektrischen Energie erforscht werden.

    Mögliche Speicher könnten dabei Batterien, Wasserstoffspeicher oder diverse chemische Medien sein.

    Am Standort Hof gelte es dagegen vor allem, Zwischenspeichermöglichkeiten für das kurz- und mittelfristige Strommanagement zu entwickeln, zu erproben und zur Serienreife zu bringen, so Brabec. Zudem wurde auch über die Potenziale von Pumpspeicherwerken als Energiespeicher diskutiert.

    Nicht im Projektfocus liegen dagegen zunächst intelligente Haushaltsgeräte. Diese können aber zu einem späteren Zeitpunkt eine Gewichtung im Gesamtprojekt finden.

    Wirtschaftsminister Martin Zeil weist darauf hin, dass für den Modellversuch bis zu 7 Mio. Euro für die nächsten 5 Jahre zur Verfügung stehen. Entsprechende Eigenfinanzierungsanteile müssen im Projektantrag durch die beteiligten Unternehmen und Institutionen allerdings noch dargestellt werden.

    „Neben der hohen Qualität der überreichten Bewerbungsunterlagen beider Städte war auch die Kooperationsmöglichkeit mit der Hochschule Hof bei der Vergabe dieses Modellversuches nach Hochfranken von immenser Bedeutung“, erläutert Zeil. So erwartet die Staatsregierung, dass die Hochschule Hof mit dem „ab 2012 angeschlossenen Institut für Informationssysteme ein wichtiger Träger für ein erfolgreiches Projekt“ werden wird.

    Das ZAE Bayern wird im ersten Quartal 2012 einen grundsätzlichen Förderantrag an das Bayerische Wirtschaftsministerium formulieren. Er hat das Ziel, eine Forschungsgruppe mit Sitz in Hof für die nächsten Jahre zu etablieren. Ein ausreichender Datentransfer ist durch entsprechend ausgelegte Breitbandanschlüsse zwischen den einzelnen Forschungspartnern sichergestellt.

    Im zweiten Quartal 2012 kann dann die offizielle Antragstellung beim Freistaat Bayern erfolgen. Eine Auftaktveranstaltung mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil ist für Beginn des zweiten Halbjahres nach Bewilligung des Projektantrages vorgesehen.

    Die Bürgermeister beider Projektstädte brachten zum Abschluss der jeweiligen Gespräche ihre Freude über die enge Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern und dem ZAE zum Ausdruck: „Smart Grid City ist ein hervorragendes Zukunftsprojekt mit hohem Potenzial. Energie und ihre effiziente Speicherung sind für Unternehmen und Privatpersonen heute schon von höchster Bedeutung und werden immer wichtiger. Es ist eine großartige Chance für Arzberg und Hof, dass zukünftig bei uns diese Forschung betrieben wird. Hier können wir Know-how entwickeln, das uns wirtschaftlich weiterbringt.“
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